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Private Krankenversicherungen: Vergleichskriterien der Versicherungsgesellschaften / Versicherer vergleichen

Hier finden Sie wichtige Unterscheidungsmerkmale und Vergleichskriterien für Versicherungsgesellschaften die Private Krankenversicherungen anbieten. Mit Hilfe dieser Kriterien können Sie besser einschätzen wie gut die Versicherung finanziell aufgestellt ist.

Die Art des Versicherungsunternehmens

- Aktiengesellschaft (AG) oder Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (V.V.a.G.): Hat ein Krankenversicherungsunternehmen als Rechtsform die AG gewählt, so hat sie das Ziel Gewinne für deren Aktionäre zu erzielen. Anders als die AG hat der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit V.V.a.G. gar keine Aktionäre.

Durch diese Rechtsform ist es also nicht nötig Gewinne in Form von Dividenden auszuschütten, weshalb erwirtschaftete Überschüsse im Versicherungsunternehmen verbleiben können. Diese verbleibenden Überschüsse können sich positiv auf die Beitrags- / Leistungskalkulation auswirken.

Die Kennzahlen des Anbieters

- Anzahl der versicherten Personen: Je mehr natürlich versicherte Personen in einer Gesellschaft versichert sind, desto besser lässt sich das Risiko des Einzelschadens abfangen.

- Verwaltungskostenquote: Wenn eine Gesellschaft einen großen Anteil ihrer Beitragseinnahmen für die Verwaltungskosten verwendet, fehlt das Geld für die Beitrags - / Leistungskalkulation.

- Schadensquote: Schäden (Versicherungsfälle) sind teuer. Tarife mit einer geringen Schadensquote benötigen weniger Mittel für die Regulierung von Versicherungsfällen. Dies kann sich natürlich – wie alle anderen Kennzahlen auch – mit der Zeit ändern.

- Rücklagepolitik: Rücklagen erhöhen die Finanzkraft des Unternehmens, was allen Versicherten zugute kommt.

- RfB-Quote: Dies ist eine Rücklage die für die Beitragsstabilität des Tarifes wichtig ist. Eine Gesellschaft die 20% der Beiträge zurücklegt sammelt natürlich geringere Rücklagen an, als ein Versicherer der 40% der Beitragseinnahmen für die Zukunft auf die hohe Kante legt. Die RfB-Quote muss natürlich auch bezahlt werden. Ein gutes Gleichgewicht zwischen RfB-Mitteln und Zahlbeitrag sollte also eher beachtet werden.

- Eigenkapitalquote: Diese Quote spiegelt das Verhältnis aus Eigenkapital (EK) und Beitragseinnahmen wieder. Sie ist eine aussagekräftige Kennzahl für die Sicherheit des Unternehmens, da dies dem Unternehmen die Möglichkeit gibt kurzfristige Verluste auszugleichen.

Die Tarifstruktur des Anbieters

- Anzahl der Tarife: Gesellschaften mit Tarifvielfalt bieten auch bei Änderungen der Lebenssituation die Möglichkeit innerhalb des Unternehmens Änderungen am Versicherungsschutz vorzunehmen. Dies kann manchmal nötig und sinnvoll sein. Oft gibt es zu festen Stichtagen sogar ein sog. Optionsrecht in einen höherwertigen Versicherungstarif ohne erneute Gesundheitsprüfung!                 

- Anzahl geschlossener Tarife: Manche Unternehmen schließen Tarife, wenn die Kalkulation aus dem Ruder läuft. Je mehr geschlossene Tarife ein Unternehmen hat, desto nachdenklicher sollte man deren Kalkulation betrachten.

- Alter der Tarife: Neue Tarife haben sich ggf. am Markt noch nicht bewähren können, da man die Entwicklung von Kosten und Schäden noch nicht absehen kann. Andererseits kennen neue Tarife bei der Auflegung ggf. Sachverhalte, an die man bei alten Tarifen noch nicht gedacht hat. Es ist nicht leicht zu beantworten, was nun die bessere Wahl  ist.

Diese Kriterien helfen Ihnen nun bei der Suche die richtige private Krankenversicherung zu finden. Eine ergänzende Option ist zudem auf Testberichte und Rankings wie dem map-Report zurückzugreifen, da die testenden Institute einerseits auch auf einige dieser Faktoren bei ihrer Bewertung achten und andererseits Faktoren wie die bisherige Schadensregulierung mit aufgenommen werden.

Für die nun folgende Auswahl des richtigen Tarifs finden Sie auf der folgenden Seite eine ausführliche Aufstellung an Stichpunkten:

Leistungen und Tarife der PKV vergleichen.