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Haftpflichtversicherung für Paare

Eine Privathaftpflichtversicherung (PHV), die nach einem verbilligten Single-Tarif abgeschlossen wurde, schützt nur den Versicherungsnehmer selbst, außerdem einige wenige weitere Personen wie zum Beispiel Hausangestellte, wenn diese während ihrer Arbeit einem anderen – nicht dem Versicherungsnehmer selbst – einen Schaden zufügen. Familien- und Partnertarife erweitern den versicherten Personenkreis beträchtlich, ohne dass der Beitrag wesentlich steigt. Diese Versicherungsform ist auch für Paare ohne Trauschein interessant.

Eingetragene Lebenspartner sind Eheleuten gleichgestellt
Von August 2001 bis September 2017 hatten gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit, ihre Lebenspartnerschaft amtlich eintragen zu lassen und damit weitgehend gleiche Rechte zu haben wie Verheiratete. Die Versicherer gingen den vom Gesetzgeber eingeschlagenen Weg mit und stellten auch in der PHV Ehe- und Lebenspartner gleich.

Der Lebenspartner ist also in aktuellen Verträgen stets mitversichert, und zwar unabhängig von einer namentlichen Nennung und einer übereinstimmenden Meldeanschrift. Mit der Einführung der umgangssprachlich „Homo-Ehe“ genannten Möglichkeit, einen Partner gleichen Geschlechts zu heiraten, wurde die Lebenspartnerschaft überflüssig, der Versicherungsschutz bleibt aber für weiterhin bestehende Partnerschaften erhalten.

Unterschiedliche Regelungen bei „wilder Ehe“
Das Online-Portal 9brands.de/versicherungen weist auf Abweichungen zwischen den Angeboten verschiedener Versicherer hin, was die mitversicherten Personen angeht. In der einen oder anderen Form sind uneheliche Lebenspartner praktisch überall versichert, wenn es sich nicht explizit um einen Single-Tarif handelt. Einige Versicherer schließen den Lebensgefährten automatisch ein, wenn er unter derselben Adresse amtlich gemeldet ist. Andere verlangen eine namentliche Nennung im Vertrag. Ob dann auch noch ein gleicher Wohnsitz erforderlich ist, hängt von den Vereinbarungen ab.

Es kann also sein, dass die Haftpflichtversicherung Leistungen für einen ehemaligen Partner erbringt, nur weil der Vertrag nicht angepasst wurde. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass wechselseitige Ansprüche zwischen dem Versicherungsnehmer und seinem (ehemaligen) Partner – wie überhaupt alle Forderungen unter Versicherten desselben Vertrags – nicht versichert sind. Vor diesem Hintergrund ist es eine Überlegung wert, ob unverheiratete Paare nicht doch lieber zwei PHV beibehalten sollten. Der Mehraufwand hält sich in Grenzen, weil beide einen günstigeren Single-Tarif abschließen können.

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